Brasilien und Thüringen liegen zwar mehrere tausend Kilometer auseinander, haben jedoch auch einige Gemeinsamkeiten. Eine davon ist zum Beispiel, dass beide Länder über sehr waldreiche Gegenden verfügen. Auf Grund der speziellen Landesgrößen sicher auch in entsprechendem Verhältnis. Was läge da also näher, als ein gemeinsames Projekt bei dem zum Einen nachhaltig der Natur ein wenig von dem zurück gegeben wird was Menschen ihr durch gedankenloses Handeln abgenommen oder vernichtet haben und zum Anderen in Bereichen der Gesellschaft Gutes zu tun, für Menschen denen leider in ihrem bisherigen Leben nur geringe Aufmerksamkeit zuteil wurde. Diese nachhaltige Zielstellung hat sich die 2009 gegründete Stiftung AMEI zur Aufgabe gemacht.
Doch was soll nun eigentlich ausgerechnet ein "Thüringer Wald" in Brasilien? Brasilien hat eben doch mehr zu bieten als das was durch einschlägige Klisches bekannt ist. So wird Brasilien 2012 erstmalig Partner der in Hannover stattfindenden Cebit sein. 2014 ist Brasilien Ausrichter der Fussball WM und 2016 Ausrichter der Olympischen Sommerspiele. Das heißt, in den kommenden Jahren schaut die ganze Welt auf Brasilien und schon jetzt geben sich internationale Großinvestoren buchstäblich die "Klinke in die Hand". Nun hat aber Thüringen die einmalige Möglichkeit schon jetzt und vor allen Anderen nicht nur vor Ort zu sein sondern als Namensgeber aktiv tätig zu werden. Auf vorerst 30 Hektar und später erweiterbarer Aufforstungsfläche wird der "Thüringer Wald" entstehen. Dabei werden ausschließlich in Brasilien heimische Bäume gepflanzt und somit brandgerodete Flächen renaturiert. Sehr langwierig und aufwendig war es dafür jedoch auch diese Flächen entsprechend zu sichern und vor wiederholter zukünftiger Brandrodung oder Abholzung zu schützen. Ein spezielles und recht neues staatliches Gesetz hat dies erst ermöglicht.
Aus Fördergeldern für Baumpatenschaften werden Bäume gepflanzt und in den ersten fünf Jahren gepflegt und begleitet. Bereits nach zehn Jahren wird daraus, wie es an älteren Projekten bereits ersichtlich ist, ein dichter, mehrere Meter hoher und fast schon nicht mehr durchquerbarer Regenwald entstehen. Doch damit nicht genug! Gleichzeitig wird jede einzelne Baumspende vier geteilt. Ein Viertel zur bereits genannten Baumpflanzung und Pflege, ein Viertel zur Unterstützung örtlicher Projekte wie zum Beispiel Kinderheime und Bildung für Straßenkinder. Ein weiteres Viertel bleibt für Altenheime in denen alte Menschen welche verarmt, kontaktlos und zum Teil orientierungslos in den Straßen und Gassen der Großstadt "aufgelelesen" wurden einen menschenwürdigen Lebensabend verbringen können. Mit dem letzten Viertel werden junge und mittellose Künstler in Brasilien und in Thüringen unterstützt. Hier werden in beiden Ländern, Thüringen und Brasilien, Möglichkeiten für Ausstellungen und Präsentationen von Arbeiten und Exponaten dieser jungen Künstler in öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden, zum Beispiel in Rathäusern, Botschaften, Konsulaten, Einrichtungen der Landesregierungen und anderen öffentlichen Gebäuden geboten. Insbesondere werden dabei Exponate ausgestellt welche einen nachhaltigen Bezug auf Klimaschutzprojekte oder naturerhaltende Projekte betreffen.
Diese vier Säulen gaben auch der Stiftung AMEI ihren Namen. Arte, die Kunst. Meu Ambiente, die Umwelt. Educasao, die Bildung und Idosos, alte Menschen. Umfangreiche Unterstützung wurde dafür bereits zugesichert durch zahlreiche Bürgermeister und städtische Behörden, private Interessenten und das im brasilianischen Bundesstaat Bahia ansässige holländische Konsulat und insbesondere deren Konsul Hans Maria Leusen, welcher wiederrum mit schweizer Unterstützung, Initiator und Gründer der Stiftung ist und eine seit Jahren bestehende Freundschaft zu Magdalas Bürgermeister Mario Haßkarl pflegt. Magdalas Stadtoberhaupt nun wieder ist Ansprechpartner, Kontaktperson und Vermittler in Thüringen. Auf diesem Wege fand die Idee den "Thüringer Wald" nach Brasilien zu bringen seinen Ursprung. ...und damit das Ganze nicht nur als "Zukunftsplanung" auf irgendeinem Papier steht, gibt es zum Einen die Möglichkeit eine oder auch mehrere Baumpatenschaften als "Sponsor" zu übernehmen, aber auch die Möglichkeit selbst vor Ort einen oder auch mehrere Bäume im brasilianischen "Thüringer Wald" zu pflanzen. Nach einem Bericht der Thüringer Landeswelle meldeten sich sogar Interessenten aus Berlin und wollten unbedingt zu den „Ersten“ Baumpaten gehören.
Weitere Informationen, Bilder und Kontaktmöglichkeiten gibt es dazu auch auf der Internetseite www.amei.org.br/ oder per Anfrage auf die e-mail info@stadt-magdala.de.
Im Interview mit Landeswelle Thüringen
Bürgermeister Mario Haßkarl steht im Interview mit Landeswelle Thüringen Rede und Antwort zum Projekt... ...mehr










